Das Haus zur Goldenen Waage: Die Freie Stadt Frankfurt als Ziel für religiös Verfolgte

Zusammenfassung

Der Ort


Das Haus zur Goldenen Waage ist ein historisches, prachtvolles Fachwerkhaus aus der Renaissance, das ursprünglich 1618–1619 für den Kaufmann Abraham van Hamel erbaut wurde. Es wurde 1944 im Krieg zerstört und zwischen 2012 und 2018 in der neuen Altstadt detailgetreu wiederaufgebaut.

Das Ereignis

Der Zuckerbäcker, Gewürz- und Textilfarbenhändler Abraham van Hameln stammte aus den historischen spanischen Niederlanden, der Region Wallonien im heutigen Belgien. Wie zuvor sein Vater und Bruder kam auch er als Glaubensflüchtling nach Frankfurt. Van Hamel war ein Flüchtling, geflohen vor religiöser Verfolgung aus den spanischen Niederlanden über den Rhein in das aufgeklärte Frankfurt, wo er als Reformierter freundlich aufgenommen wurde.

Nach seiner von den Zünften zunächst boykottierten Einbürgerung in die Freie Reichsstadt Frankfurt konnte er den Gebäudekomplex im Jahr 1605 kaufen und nach seinen Vorstellungen umgestalten. Vor allem ersetzte er das alte Vorderhaus durch einen prachtvollen Neubau. Zwischen 1616 und 1619 bauten die Handwerker und Zimmerleute, die Stuckateure und Vergolder ein Haus, das es so noch nicht gab in der Altstadt. Die Nachbarn rümpften die Nase und zogen über den Neureichen her – es war damals in Frankfurt verpönt, Wohlstand so zur Schau zu stellen. 

Begleitmaterial

Text

Zu Station 11 – Die Kaiserpfalz Franconofurd

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