Spannende Podiumsdiskussion: Religion ist (k)eine Privatsache

Am Samstag, den 16.03.2013 fand in der Evangelischen Akademie Frankfurt ein Studientag mit Vortrag und Gesprächsrunde zum Thema Religionsfreiheit und weltanschauliche Neutralität des Staates statt. Nach einem Impulsreferat von Prof. Dr. Matthias Rohe, Jurist und Islamwissenschaftler, über die rechtlichen Grundlagen und die Implikationen der Religionsfreiheit im Rahmen des Grundgesetzes hatten die rund 50 Teilnehmer Gelegenheit in Kleingruppen ihre Meinung zu speziellen Fragestellungen auszutauschen. Diese wurden in der abschließenden Podiumsdiskussion nochmals vertieft. Panel der Podiumsdiskussion

v.li.n.re.: Abdul-Ahmad Rashid, Ilona Klemens, Bernadette Schwarz-Boenneke, Gabriele Förster, Matthias Rohe

Neben Abdul-Ahmad Rashid, Islamwissenschaftler und ZDF-Journalist und Ilona Klemens, Pfarrstelle Interreligiöser Dialog und Geschäftsführerin des Rates der Religionen in Frankfurt, mit Dr. Gabriele Förster auch eine Vertreterin des IBKA Hessen auf dem Podium. Moderiert wurde das Gespräch von Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke von der Herbert-Quandt-Stiftung. Die unter lebhafter Publikumsbeteiligung geführte Diskussion bot Raum für eine Vielzahl von Themen, die allerdings aufgrund des Zeitrahmens zum Teil nur angerissen werden konnten. Besonders die Themen kirchliche Privilegien, Diskriminierung von Atheisten und die Frage, wie unterschiedliche Weltanschauungen in einem pluralistischen Staat miteinander leben können fanden großes Interesse.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die zeigt, dass ein konstruktiver Austausch auch zwischen Religionen und nichtreligiösen Weltanschauungen möglich ist.