Fachtagung: Umgang mit Religion(en) im pädagogischen Raum

Im Rahmen des Bildungsprojektes „Kaum zu glauben – Religionen im Gespräch“ wird in Kooperation mit der Bildungsstätte (BS) Anne Frank eine Tagung für Lehrer­Innen und MultiplikatorInnen zum Umgang mit Religion(en) im pädagogischen Kontext veranstaltet. Experten aus Wissenschaft und Praxis werden am Vormittag über gesellschaftspolitische Zusammenhänge und Diskurse zum Thema Religion und religiöse Zuschreibungen sprechen. In Workshops am Nachmittag werden konkrete pädagogische Empfehlungen für die Praxis erarbeitet und diskutiert. Martin Wagner, Vorsitzender des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA), Landesverband Hessen, ist einer der Teilnehmer der abschließenden Podiumsdiskussion.

Wann: 2. Juli 2015, 9:30 bis 16:30 Uhr
Wo: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt
Anmeldung zur Tagung über das Haus am Dom

Hasenfest 2015: Säkularer Osterspaziergang durch Frankfurt

Hasenfest2015

Tanzverbot an stillen Feiertagen: Ostern ist Schluss mit lustig.

Das hessische Feiertagsgesetz verbietet auch im Jahr 2015 von Gründonnerstagmorgen um 4 Uhr bis Samstagabend um Mitternacht durchgehend alle öffentlichen Veranstaltungen, die „nicht den diesen Feiertagen entsprechenden ernsten Charakter tragen“.

Der IBKA Hessen lud daher im Rahmen der bundesweiten Aktionen zum Hasenfest 2015 an diesem Karfreitag zu einem etwas anderen Osterspaziergang durch Frankfurt ein. Im Mittelpunkt standen Frankfurter Persönlichkeiten, die sich um kritisches Denken, Humanismus und Säkularismus verdient gemacht hatten. Knapp zehn Interessierte folgten dem Aufruf und begaben sich auf säkulare Spurensuche. Weiterlesen

Glaubensvermittlung versus Bildungsauftrag – Gehört bekenntnisorientierter Religionsunterricht in die Schule?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen und ihre Landesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne laden am 15. April 2015 um 20:00 Uhr zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Religionsunterricht ein in den Saalbau Südbahnhof in Frankfurt.

Es diskutieren:
– Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender und Bildungspolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion im Hessischen Landtag
– Ismail Tipi, Mitglied der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Vorsitzender des Landesfachausschusses Integration
– Christina Wöstemeyer, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theologie und Religionswissenschaft der Leibniz Universität Hannover
– Rainer Ponitka, Sprecher der Kampagne „Reli Adieu!“ des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten und Herausgeber des Buches „Konfessionslos in der Schule – Ein Ratgeber“
Moderation: Marcus Bocklet, MdL, Sozialpolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Vorsitzender der Enquetekommission „Kein Kind zurücklassen – Rahmenbedingungen, Chancen und Zukunft schulischer Bildung in Hessen“. Weiterlesen

Diskussion: „Das hat nichts mit dem Islam zu tun!“

Islamischer Faschismus? Zu der These von Hamed Abdel-Samad

Am Freitag, den 20. Februar 2015 laden die Säkularen Humanisten – gbs Rhein-Main e.V. zu einer Diskussion über die Thesen des Politologen und Autors Hamed Abdel-Samed zum Thema islamischer Faschismus ein. Weiterlesen

Mein Charlie, Dein Charlie, Charlie ist für alle da!

Keine zwei Wochen ist es her, dass islamistische Terroristen die Redaktion von Charlie Hebdo überfielen. Noch letzten Sonntag marschierten Menschen überall auf der Welt unter dem Motto „Je suis Charlie“ durch die Straßen und erklärten sich solidarisch mit den Ermordeten. Eine schöne, emotionale Geste. Aber für viele leider auch nicht mehr. Spätestens wenn der Papst behauptet, er sei Charlie, merkt auch der Naivste, dass da was nicht stimmt. Ob Merkel, Erdogan oder Franziskus, jeder kochte sein eigenes Charlie-Süppchen. Bis am Mittwoch die neueste Ausgabe von Charlie Hebdo erschien und die Redakteure unmissverständlich klar machten, dass sie keinerlei Hemmungen haben, allen Heuchlern ausgiebig in die jeweilige Suppe zu spucken. Weiterlesen

Wir sind Charlie. Tatsächlich?

Wie viele andere trauern auch wir um die Menschen, die in dieser Woche durch religiöse Fanatiker ihr Leben verloren haben. Um die Mitarbeiter von Charlie Hebdo, um die französischen Polizisten, um die Geiseln im jüdischen Supermarkt. Und auch um die Opfer von Boko Haram in Nigeria und die unzähligen anderen, deren Ermordung durch religiöse Fundamentalisten es nicht bis in die Medien geschafft hat. Es tut gut zu sehen, dass Menschen überall auf der Welt zusammenstehen, um die Grundwerte von Meinungsfreiheit und Demokratie hochzuhalten. Diese Solidarität mit den mutigen Menschen, die, wie Stéphane Charbonnier, der Herausgeber von Charlie Hebdo, schon fast prophetisch sagte, „lieber stehend sterben als knieend zu leben“, ist wichtig. Aber die Parole „Ich bin Charlie“ muss mehr sein als ein Lippenbekenntnis. Mehr als ein tröstliches Gefühl. Weiterlesen

Podiumsdiskussion in Frankfurt „Meine Religion, Deine Religion, keine Religion“

Unter dem Motto „Meine Religion – deine Religion – keine Religion“ veranstaltet der Rat der Religionen in Frankfurt am Dienstag, den 13. Mai 2014, im Haus am Dom einen Dialog zwischen Atheisten und Religiösen im säkularen Staat. Auf dem Podium diskutieren Dr. Gabriele Förster, Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten, Prof. Peter Scherle, Direktor des Theologischen Seminars der EKHN, der Philosoph Prof. Dr. Dr. em. Norbert Hoerster und Prof. Ingo Hofmann, Baha`i-Gemeinde Deutschland. Es moderiert Klaus Hofmeister, Kirchenredaktion des Hessischen Rundfunks.

Podiumsdiskussion
„Meine Religion, Deine Religion, keine Religion“
HAUS AM DOM Katholische Akademie
Rabanus Maurus Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Dienstag 13. Mai 2014, 19:30 Uhr

Hasenfest 2014 in Frankfurt: Religionsfreiheit gilt auch für Atheisten

Mit einem Info-Stand in der Frankfurter Innenstadt – direkt vor Hugendubel – beging der IBKA Landesverband Hessen mit Unterstützung der GBS Rhein-Main das Hasenfest 2014. Unter dem Motto „Gut ohne Gott – Miteinander braucht keine Religion“ stand vor Hasenfest allem das Thema Menschenrechtsverletzungen an Atheisten im Mittelpunkt.

Großflächige Plakate informierten die Passanten u.a. darüber, dass Atheismus in 13 Staaten mit dem Tode bestraft wird und Blasphemie in 55 Staaten strafbar ist. Ebenfalls zum Nachdenken anregen sollte eine Liste mit prominenten Atheisten von Fernando Alonso über Brad Pitt bis Mark Zuckerberg. Ein rosa Hasen und rosa Luftballons sorgten für reichlich Aufmerksamkeit. Am Infotisch erwartet Interessierte vielfältiges Infomaterial. Listen mit Lesetipps für Atheisten und nichtreligiösen Hilfsorganisationen wurden ebenso gern genommen wie Flyer zum Thema Arbeitsrecht, Beschneidung oder Religionsunterricht. Fazit: eine sehr spannende Gespräche und die Hoffnung, dass auch die Passanten, die unsere Plakate nur im Vorübergehen gesehen haben, ein wenig zum Nachdenken gebracht wurden.

 

Gründonnerstag ist Hasenfest

Am Gründonnerstag ist Hasenfest – der bundesweite Aktionstag säkularer Gruppen in Deutschland – dieses Jahr unter dem Motto „Gut ohne Gott – Miteinander braucht keine Religion“. In Frankfurt wird der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Landesverband Hessen mit einem Infostand an der Konstablerwache präsent sein. Ziel ist es zu zeigen, dass ethisches Verhalten kein religiöses Fundament braucht. Der IBKA nutzt die Gelegenheit, um über die Privilegien der Kirchen aufzuklären und den Blick vor allem auf die weltweiten Menschenrechtsverletzungen an religionskritischen Menschen zu richten.

Gut ohne Gott - Hasenfest 2014

Bereits seit 2011 macht das bundesweite Hasenfest-Bündnis traditionell am Gründonnerstag auf die wachsende Zahl nicht-religiöser Menschen in Deutschland und die zahlreichen Privilegien der religiösen Gemeinschaften – allen voran der beiden großen Kirchen – aufmerksam. Auch in diesem Jahr gibt es wieder in zahlreichen Städten eine bunte Palette an Hasenfest-Aktionen. Mit dem bundesweiten säkularen Aktionstag wollen die Veranstalter ein Zeichen setzen für ein Zusammenleben auf Basis der universellen Menschenrechte – ohne weltanschaulichen Dogmatismus. Dafür steht auch das Maskottchen der Aktion, ein rosa Hase, der seine Möhre bricht, um sie mit anderen zu teilen.

Donnerstag, 17.04.2014  um 14-16 Uhr
Konstablerwache, Biebergasse vor Hugendubel

Podiumsdiskussion „Ethik für alle“ zeigt spannende Perspektiven

Podiumsdiskussion "Ethik für alle!"

v.li.n.re.: Martin Wagner (IBKA), Zeliha Dikmen (fraINfra), Andreas Lenz (Hess. KuMi), Werner Pils (stell. Vors. Elternbeirat), Diskussionsleitung, Harman Dam (Rel.-päd. Institut der EKHN), Werner Kutschmann (Ethik-Lehrer)

Am Mittwoch, den 26. März hatte der AK Ethik für alle, in dem auch der IBKA aktiv ist,zu einer Podiumsdiskussion über die Zukunft von Religionsunterricht und die Stellung des Ethikunterrichts eingeladen. Das durchaus konträr besetzte Podium bot dem interessierten Publikum – trotz Streik des RMV war der Saal mit über 50 Besucher voll geworden – viel Stoff zum Diskutieren.

Dabei zeigt sich immer mehr, dass weder für Lehrende noch für Schüler der Religionsunterricht in seiner bekenntnisorientierten Form eine Zukunft hat. Eine Vermittlung ethischer Werte hingegen wird dringend gewünscht. Wichtig ist dabei vor allem die Möglichkeit, sich mit anders- und nichtgläubigen Mitschülern auszutauschen. Dies ist für fast alle Beteiligten das zukunftsfähige Modell im HInblick auf ein tolerantes Miteinander in einem pluralistischen Staat.