Es ist höchste Zeit für eine unabhängige Untersuchungskommission

Unter dem Titel

Ackermanns Frechheit
Es ist höchste Zeit für eine unabhängige Untersuchungskommission

http://www.taz.de/Kommentar-Missbrauch-in-Kirchen/!89962/

hat Matthias Katsch einen Kommentar zu den Vorgänge im Bistum Trier und dem Umgang der katholischen Kirche mit dem Missbrauchsskandal geschrieben.

Und wie lange will sich die Gesellschaft noch gefallen lassen, dass eine Institution sich in dieser Weise selbst aufklärt?

Bis heute wissen wir nicht, wie viele Fälle sexuellen Missbrauchs es wo innerhalb der weitverzweigten Katholischen Kirche in Deutschland gegeben hat. Während in Irland, Österreich oder zuletzt den Niederlanden Kommissionen im staatlichen Auftrag die Untersuchung vorantrieben, stochern wir hierzulande immer noch im Nebel.

Die Gesellschaft sind wir alle. Fragen Sie doch einfach mal ihren Bundestagsabgeordneten. Sie finden ihn hier: http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/index.jsp

Katholischer Missbrauchsbeauftragter schont Pädophile

Spiegel Online (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,822002,00.html) berichtet über den Trierer Bischof Stephan Ackermann:

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofkonferenz und hatte in dieser Funktion eine „Null-Toleranz-Linie“ gegenüber Sexualstraftätern gefordert. Nach SPIEGEL-Informationen verfährt er in der Praxis jedoch anders und beschäftigt Pädophile weiterhin als Seelsorger.

 

Der komplette Umgang der evangelischen, wie der katholischen Kirche mit dem Missbrauchsskandal ist ein Hohn für die Opfer. Das sich diese für eine Entschädigung direkt an die Kirche wenden sollen, die dann über eine Entschädigung und deren Höhe entscheidet ist ein schlechter Witz. Da passt der Missbrauchsbeauftragte der  Deutschen Bischofskonferenz wieder voll ins Bild.