In Deutschland fehlen Militärseelsorger

Ein Beitrag von Deutschlandradio Kultur zur Militärseelsorge:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1699321/

Und es zeigt sich, dass sich in den letzten 20 Jahren nichts beim Thema Militärseelsorge getan hat. Die Militärseelsorge wird weiterhin vom Staat bezahlt, d. h. aus allgemeinen Steuermitteln und damit auch von Konfessionslosen und Angehörigen anderer Religionen.

Die Kirche hat aber freihe Hand und kann den „lebenskundlichen Unterricht“ nach eigenem Interesse gestalten. Der Militärseelsorger zeigt sich natürlich immer großzügig: „Jeder Soldat kann sich an ihn wenden, auch wenn er nicht an Gott glaubt.“ Wie schön, es gibt auch keine Alternative. Die christlichen Großkirchen haben das Monopol. Die gesellschaftlichen Veränderungen in Bezug auf die Religionszugehörigkeit werden komplett ignoriert.

Auch bei der Bundeswehr ist die Trennung von Kirche und Staat oder die weltanschauliche Neutralität in der Praxis nicht ansatzweise zu finden.