Diskussion: „Das hat nichts mit dem Islam zu tun!“

Islamischer Faschismus? Zu der These von Hamed Abdel-Samad

Am Freitag, den 20. Februar 2015 laden die Säkularen Humanisten – gbs Rhein-Main e.V. zu einer Diskussion über die Thesen des Politologen und Autors Hamed Abdel-Samed zum Thema islamischer Faschismus ein. Weiterlesen

Mein Charlie, Dein Charlie, Charlie ist für alle da!

Keine zwei Wochen ist es her, dass islamistische Terroristen die Redaktion von Charlie Hebdo überfielen. Noch letzten Sonntag marschierten Menschen überall auf der Welt unter dem Motto „Je suis Charlie“ durch die Straßen und erklärten sich solidarisch mit den Ermordeten. Eine schöne, emotionale Geste. Aber für viele leider auch nicht mehr. Spätestens wenn der Papst behauptet, er sei Charlie, merkt auch der Naivste, dass da was nicht stimmt. Ob Merkel, Erdogan oder Franziskus, jeder kochte sein eigenes Charlie-Süppchen. Bis am Mittwoch die neueste Ausgabe von Charlie Hebdo erschien und die Redakteure unmissverständlich klar machten, dass sie keinerlei Hemmungen haben, allen Heuchlern ausgiebig in die jeweilige Suppe zu spucken. Weiterlesen

Wir sind Charlie. Tatsächlich?

Wie viele andere trauern auch wir um die Menschen, die in dieser Woche durch religiöse Fanatiker ihr Leben verloren haben. Um die Mitarbeiter von Charlie Hebdo, um die französischen Polizisten, um die Geiseln im jüdischen Supermarkt. Und auch um die Opfer von Boko Haram in Nigeria und die unzähligen anderen, deren Ermordung durch religiöse Fundamentalisten es nicht bis in die Medien geschafft hat. Es tut gut zu sehen, dass Menschen überall auf der Welt zusammenstehen, um die Grundwerte von Meinungsfreiheit und Demokratie hochzuhalten. Diese Solidarität mit den mutigen Menschen, die, wie Stéphane Charbonnier, der Herausgeber von Charlie Hebdo, schon fast prophetisch sagte, „lieber stehend sterben als knieend zu leben“, ist wichtig. Aber die Parole „Ich bin Charlie“ muss mehr sein als ein Lippenbekenntnis. Mehr als ein tröstliches Gefühl. Weiterlesen

Hasenfest 2014 in Frankfurt: Religionsfreiheit gilt auch für Atheisten

Mit einem Info-Stand in der Frankfurter Innenstadt – direkt vor Hugendubel – beging der IBKA Landesverband Hessen mit Unterstützung der GBS Rhein-Main das Hasenfest 2014. Unter dem Motto „Gut ohne Gott – Miteinander braucht keine Religion“ stand vor Hasenfest allem das Thema Menschenrechtsverletzungen an Atheisten im Mittelpunkt.

Großflächige Plakate informierten die Passanten u.a. darüber, dass Atheismus in 13 Staaten mit dem Tode bestraft wird und Blasphemie in 55 Staaten strafbar ist. Ebenfalls zum Nachdenken anregen sollte eine Liste mit prominenten Atheisten von Fernando Alonso über Brad Pitt bis Mark Zuckerberg. Ein rosa Hasen und rosa Luftballons sorgten für reichlich Aufmerksamkeit. Am Infotisch erwartet Interessierte vielfältiges Infomaterial. Listen mit Lesetipps für Atheisten und nichtreligiösen Hilfsorganisationen wurden ebenso gern genommen wie Flyer zum Thema Arbeitsrecht, Beschneidung oder Religionsunterricht. Fazit: eine sehr spannende Gespräche und die Hoffnung, dass auch die Passanten, die unsere Plakate nur im Vorübergehen gesehen haben, ein wenig zum Nachdenken gebracht wurden.

 

Gründonnerstag ist Hasenfest

Am Gründonnerstag ist Hasenfest – der bundesweite Aktionstag säkularer Gruppen in Deutschland – dieses Jahr unter dem Motto „Gut ohne Gott – Miteinander braucht keine Religion“. In Frankfurt wird der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Landesverband Hessen mit einem Infostand an der Konstablerwache präsent sein. Ziel ist es zu zeigen, dass ethisches Verhalten kein religiöses Fundament braucht. Der IBKA nutzt die Gelegenheit, um über die Privilegien der Kirchen aufzuklären und den Blick vor allem auf die weltweiten Menschenrechtsverletzungen an religionskritischen Menschen zu richten.

Gut ohne Gott - Hasenfest 2014

Bereits seit 2011 macht das bundesweite Hasenfest-Bündnis traditionell am Gründonnerstag auf die wachsende Zahl nicht-religiöser Menschen in Deutschland und die zahlreichen Privilegien der religiösen Gemeinschaften – allen voran der beiden großen Kirchen – aufmerksam. Auch in diesem Jahr gibt es wieder in zahlreichen Städten eine bunte Palette an Hasenfest-Aktionen. Mit dem bundesweiten säkularen Aktionstag wollen die Veranstalter ein Zeichen setzen für ein Zusammenleben auf Basis der universellen Menschenrechte – ohne weltanschaulichen Dogmatismus. Dafür steht auch das Maskottchen der Aktion, ein rosa Hase, der seine Möhre bricht, um sie mit anderen zu teilen.

Donnerstag, 17.04.2014  um 14-16 Uhr
Konstablerwache, Biebergasse vor Hugendubel

Toll, jetzt erkennt auch die Kirche: Religionsfreiheit ist Menschenrecht

Religionsfreiheit is Menschenrecht

Neulich in Frankfurt-Bornheim: Mit einem großen Plakat verkündet die katholische Kirche in Gestalt ihres aktuellen Oberhirten, das Religionsfreiheit ein Menschenrecht ist. Wie schön, denke ich mir. Wobei ich mich frage, ob die und wir wohl dasselbe meinen. Nämlich, dass auch die „andere“ Religionsfreiheit, die, keine Religion zu haben, ein Menschenrecht ist.

Wir empfehlen Papst Franziskus einen Blick in den Freedom of Thought Report 2013. Dort könnte er erfahren, dass Atheisten  in 13 Ländern die Todesstrafe droht, in 12 Ländern der Abfall vom Glauben mit dem Tod bestraft wird und in 55 Ländern – u.a. Deutschland – Blasphemie strafbar ist, wobei in 39 davon eine Gefängnisstrafe droht und in 7 ein Todesurteil.