Macht der Kirche in öffentlich-rechtlichen Institutionen

Die „Offenbach-Post“ schreibt am 11. Februar 2012 über die karnevalistische Stunksitzung:

Kein Jesus auf dem Segway
KÖLN . Der WDR sendet die Aufzeichnung der Kölner Stunksitzung am 16. und 18. Februar ohne eine umstrittene Szene, in der Jesus auf einem Segway zur Kreuzigung fährt. Der Sender begründete die Streichung damit, dass die Szene mit dem Programmgrundsatz, religiöse Uberzeugungen zu achten, nicht vereinbar sei.
Der Sprecher der Stunksitzung, Winfried Rau, sprach von einer „Empörungsmaschinerie“. Die Szene habe keinen religionskritischen Inhalt. Erst nach der Schlagzeile der „Bild“-Zeitung, Jesus werde verhöhnt, habe es organisierte Proteste gegeben. Die Sketche der vergangenen Jahre zum Missbrauchsskandal der katholischen Kirche seien viel härter gewesen. Rau äußerte aber insofern Verständnis für die Streichung, als er sagte, der WDR unterliege viel strengeren Richtlinien als die Karnevalisten. „Es ist eigentlich ein Lehrbeispiel dafür, welche Macht die Kirche in den öffentlich-rechtlichen Institutionen hat.“    . dapd