Gottes Segen? Nein, danke!

Wer wie ich als nicht religiöser Mitbürger am Silvesterabend der Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin lauschte, staunte am Ende nicht schlecht. Nach einem – zwar nicht mitreißenden, aber immerhin – Plädoyer für Einigkeit auf Basis der Werte des Grundgesetzes und Achtung vor den Mitmenschen gab uns Angela Merkel noch Ihren Wunsch nach Gottes Segen für das neue Jahr mit auf den Weg.

In Anbetracht der immer größer werdenden Gruppe konfessionsfreier Menschen in Deutschland (mittlerweile sind wir bei über 36 Prozent) und stetig sinkenden Mitgliederzahlen bei beiden großen Kirchen fühlt man sich von der Politik mal wieder so richtig ernst genommen. Grund genug, der Bundeskanzerin eine säkulare Rückmeldung zu geben.

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Reformationsjubiläum: Kulturstaatsminister gibt 2,5 Millionen Euro

Überall in Europa muss gespart werden, nur bei den Kirchen nicht. Die evangelische Kirche feiert 2017! das große Jubiläum der Reformation und der Steuerzahler darf zahlen. 2,5 Millionen in 2012. Wer sich jetzt fragt, warum der Staat den Kirchen schon wieder so viel Geld hinterherwerfen muss, sollte den kompletten Artikel auf welt.de lesen, denn das ist nur der Anfang:

http://www.welt.de/newsticker/news3/article106271245/Reformationsjubilaeum-Kulturstaatsminister-gibt-2-5-Millionen-Euro.html

Die Bundesregierung bereitet gemeinsam mit den Ländern und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) das Reformationsjubiläum vor. Bis 2017 sollen 35 Millionen Euro an Sondermitteln aus dem Etat des Kulturstaatsministers zur Verfügung gestellt werden.

Vielleicht gibt es in Deutschland dringendere Themen, die man mit 35 Millionen Euro angehen kann.

Bundeskanzlerin: „Das letzte Wort hat Gott“

Ein Bericht auf idea.de über die Jubiläumsveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) am 17. März in Siegen:
http://www.idea.de/index.php?id=891&tx_ttnews[tt_news]=103506&cHash=be0131347b477c37b352c0d5e72c9f35

Vor rund 1.000 Gästen der EAK-Veranstaltung hob Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in einer Podiumsdiskussion hervor, dass der Glaube an Gott im politischen Alltag helfe – „weil man weiß, dass man nicht so ganz allein die Verantwortung trägt“.

Kurz: Die Verantwortungslosigkeit unserer Politiker wird also durch den christlichen Glauben verursacht.
Wer den Artikel komplett liest kommt zu dem Schluss: Diese Politiker arbeiten nicht für einen weltanschaulich neutralen Staat. Diese Politiker arbeiten an einem christlichen Gottesstaat.