Bundeskanzlerin: „Das letzte Wort hat Gott“

Ein Bericht auf idea.de über die Jubiläumsveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) am 17. März in Siegen:
http://www.idea.de/index.php?id=891&tx_ttnews[tt_news]=103506&cHash=be0131347b477c37b352c0d5e72c9f35

Vor rund 1.000 Gästen der EAK-Veranstaltung hob Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in einer Podiumsdiskussion hervor, dass der Glaube an Gott im politischen Alltag helfe – „weil man weiß, dass man nicht so ganz allein die Verantwortung trägt“.

Kurz: Die Verantwortungslosigkeit unserer Politiker wird also durch den christlichen Glauben verursacht.
Wer den Artikel komplett liest kommt zu dem Schluss: Diese Politiker arbeiten nicht für einen weltanschaulich neutralen Staat. Diese Politiker arbeiten an einem christlichen Gottesstaat.

Gottesdienst vor Wahl des Bundespräsidenten

 Auf http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/14/0,3672,8492878,00.html berichtet das ZDF von der Bundespräsidentenwahl:

Gottesdienst vor der Wahl

Vor der Wahl sind Mitglieder der Bundesversammlung und die Kandidaten Gauck und Klarsfeld zu einem Gottesdienst zuammengekommen. Vertreter der Evangelischen und der Katholischen Kirche forderten in Predigten mehr Engagement für die Demokratie. Prälat Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros in Berlin, würdigte laut vorab verbreitetem Predigttext die vielen Menschen, die sich für das Gemeinwesen ehren- oder hauptamtlich engagierten. Er schloss ausdrücklich Ex-Bundespräsident Christian Wulff mit ein.

An dem Gottesdienst nahmen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert, Interimsstaatsoberhaupt Horst Seehofer und mehrere Kabinettsmitglieder teil.

Warum wird die Wahl des Bundespräsidenten mit einem Gottesdienst verknüpft? Und wie ist es mit der im Grundgesetz verankerten weltanschaulichen Neutralität vereinbar, dass offensichtlich wieder nur die christlichen Großkirchen berücksichtigt wurden?