Kampagne „Reli Adieu“ – Religion ist kein Unterricht

 

Kampagne „Reli Adieu“ – Religion ist kein Unterricht

Button Reli adieuDas Recht auf Religionsfreiheit umfasst das Recht, von unerwünschter religiöser Beeinflussung durch staatliche Institutionen verschont zu bleiben. Dieses Recht wird an Schulen vielfach verletzt. Zum Beispiel durch religiöse Symbole in Klassenräumen oder durch Schulgottesdienste, für die auch schon mal Unterricht ausfällt. Mit der Kampagne „Reli Adieu“ wollen IBKA und GBS Möglichkeiten aufzeigen, sich zur Wehr zu setzen. Wir klären über Rechte auf und zeigen Wege der Beschwerde.

Weitere Beispiele für die Missachtung von Religionsfreiheit und weltanschaulicher Neutralität an Schulen sind:

  • Ehrfurcht vor Gott als Erziehungsziel in Schulgesetzen und Landesverfassungen
  • Der konfessionelle Religionsunterricht, in dem die Religionsgemeinschaften auf Kosten aller Steuerzahler Schulungen für ihre eigenen Mitglieder vornehmen
  • Unterlaufen der per Grundgesetz garantierten Freiwilligkeit der Teilnahme am Religionsunterricht durch fehlende Alternativen wie z.B. einem beaufsichtigten Silentium oder der Verlegung des Religionsunterrichts in die Randstunden. In vielen Fällen werden Nicht- und Andersgläubige widerrechtlich zur Teilnahme am Unterricht anderer Klassen genötigt („Heidenhüten“)
  • Schulgebete im allgemeinbildenden Unterricht und außerhalb des Religionsunterrichts
  • Durchführung von Gottesdiensten in Binnenstunden des Schultages – die Teilnahme an Gottesdiensten ist grundsätzlich freiwillig
  • Die Existenz von „staatlichen Konfessionsschulen“ (fast nur noch in Nordrhein-Westfalen). Dies sind Schulen, wie bspw. eine katholische oder evangelische Grundschule, die zu 100% aus allgemeinen Steuergeldern finanziert werden – dort müssen Eltern zustimmen, dass ihr Kind auf der Grundlage des jeweiligen Bekenntnisses erzogen wird. Etwa 30% der Grundschulen in NRW sind „staatliche Konfessionsschulen“

Die Schule ist der Ort in der Gesellschaft, an dem Kinder und Jugendliche gemeinsam und unter Anleitung vielseitige Information vermittelt bekommen, um ihre Fähigkeit zu einem selbstbestimmten Leben zu entwickeln. Dazu gehört selbstverständlich auch unvoreingenommene und sachliche Information über Religionen und Weltanschauungen. Es darf jedoch keiner bestimmten Anschauung der Vorzug gegeben oder gar vermittelt werden, dass ein Mensch ohne Religion unvollständig wäre.

Mehr Informationen zur Kampagne unter www.reli-adi.eu.