Diskussionsveranstaltung mit dem Ägyptologen Jan Assmann in Frankfurt

Der Ägyptologe Jan Assmann kommt am 17.6. in das Philosophische Café in der Romanfabrik und spricht über die Geschichte vom Auszug aus Ägypten als Gründungserzählung der modernen Welt, als Erfindung des Glaubens an den einen Gott.

Jan AssmannJan Assmann (Heidelberg/Konstanz) hat sich wiederholt mit dem Thema Bibel und Alt-Ägypten beschäftigt (Moses der Ägypter, München 2007). Nun hat er mit seinem reich illustrierten Buch „Exodus. Die Revolution der alten Welt“ das zusammengetragen, was man den Schatz eines langen Forscherlebens nennen kann: Unter dem dreifach besetzten Begriff Exodus (Auswanderung, Erwählung, Inbesitznahme) stellt er die Gründung eines Religionsbegriffs vor, „der sich in der Welt durchgesetzt und die Welt verändert hat“. Denn mit dieser mosaischen Religion hat sich nicht nur der Monotheismus gegen alle goldenen Kälber durchgesetzt, sondern auch eine religiöse Praxis, die nicht nur das Heilige anbetet, sondern den gesamten Alltag und die Feste, die Familie, den Staat und das Prinzip der Gerechtigkeit definiert.

Kurzvortrag, moderiertes Gespräch mit Micha Brumlik und Ruthard Stäblein, anschließend Publikumsgespräch. Der Eintritt ist frei.

Wann: 17. Juni 2015, 20 Uhr
Wo: Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt
Kartenreservierung unter www.romanfabrik.de