Toll, jetzt erkennt auch die Kirche: Religionsfreiheit ist Menschenrecht

Religionsfreiheit is Menschenrecht

Neulich in Frankfurt-Bornheim: Mit einem großen Plakat verkündet die katholische Kirche in Gestalt ihres aktuellen Oberhirten, das Religionsfreiheit ein Menschenrecht ist. Wie schön, denke ich mir. Wobei ich mich frage, ob die und wir wohl dasselbe meinen. Nämlich, dass auch die „andere“ Religionsfreiheit, die, keine Religion zu haben, ein Menschenrecht ist.

Wir empfehlen Papst Franziskus einen Blick in den Freedom of Thought Report 2013. Dort könnte er erfahren, dass Atheisten  in 13 Ländern die Todesstrafe droht, in 12 Ländern der Abfall vom Glauben mit dem Tod bestraft wird und in 55 Ländern – u.a. Deutschland – Blasphemie strafbar ist, wobei in 39 davon eine Gefängnisstrafe droht und in 7 ein Todesurteil.

Podiumsdiskussion „Ethik für alle“ zeigt spannende Perspektiven

Podiumsdiskussion "Ethik für alle!"

v.li.n.re.: Martin Wagner (IBKA), Zeliha Dikmen (fraINfra), Andreas Lenz (Hess. KuMi), Werner Pils (stell. Vors. Elternbeirat), Diskussionsleitung, Harman Dam (Rel.-päd. Institut der EKHN), Werner Kutschmann (Ethik-Lehrer)

Am Mittwoch, den 26. März hatte der AK Ethik für alle, in dem auch der IBKA aktiv ist,zu einer Podiumsdiskussion über die Zukunft von Religionsunterricht und die Stellung des Ethikunterrichts eingeladen. Das durchaus konträr besetzte Podium bot dem interessierten Publikum – trotz Streik des RMV war der Saal mit über 50 Besucher voll geworden – viel Stoff zum Diskutieren.

Dabei zeigt sich immer mehr, dass weder für Lehrende noch für Schüler der Religionsunterricht in seiner bekenntnisorientierten Form eine Zukunft hat. Eine Vermittlung ethischer Werte hingegen wird dringend gewünscht. Wichtig ist dabei vor allem die Möglichkeit, sich mit anders- und nichtgläubigen Mitschülern auszutauschen. Dies ist für fast alle Beteiligten das zukunftsfähige Modell im HInblick auf ein tolerantes Miteinander in einem pluralistischen Staat.

Podiumsdiskussion Ethikunterricht in Hessen – Bestandsaufnahme und Perspektiven

Am Mittwoch, den 26. März 2014 lädt der AK Ethik für alle ein ins Bürgerhaus Bornheim zu einer Diskussion zum Thema Ethikunterricht. Die Veranstaltung will Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie alle Interessierten über die aktuelle Situation des Ethikunterrichts in Hessen informieren.

Auf dem Podium diskutieren, moderiert von Iris Harnischmacher, Ethik-Lehrerin:
Harmjan Dam, Religionspädagogisches Institut der Ev. Kirche Hessen-Nassau
Zelika Dikmen, frainfra – Frankfurter Initiative progressiver Frauen
Werner Kutschmann, Ethik-Lehrer
Andreas Lenz, Hessisches Kultusministerium
Manuel Mendez, Ausbilder am Studienseminar Frankfurt für Ethik und Philosophie
Rainer Pilz, Stellvertretender Vorsitzende des Landeselternbeirats LEBh
Martin Wagner, Landesvorsitzender des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)

26. März 2014, 19:30 Uhr, Saalbau Bürgerhaus Bornheim, Arnsburger Str. 24. Weiterlesen