Das Bistum Regensburg und die Missbrauchsfälle

Philipp Grüll und Verena Nierle haben in einem Beitrag für die Sendung Kontrovers- Das Politikmagazin im BR den Umgang des Bistums Regensburg mit den Missbrauchsopfern aufgezeigt. Allein die zwei im Sendungsbeitrag vorgestellten Fälle machen deutlich, dass die in Deutschland gewählte Form der Aufarbeitung völlig inakzeptabel ist.

In anderen Ländern werden die Missbrauchsfälle durch neutrale Gremien untersucht. Bei uns in Deutschland müssen sich die Opfer an die Kirche wenden, die dann entscheidet, ob eine Entschädigung gezahlt wird, oder nicht. Dieses Verfahren spottet jeder Beschreibung. Eine echte Aufarbeitung ist offensichtlich nicht erwünscht.

Wer sich den Beitrag unter dem folgenden Link bis zum Ende anschaut, braucht starke Nerven. Spätestens bei der Argumentation des vom Bistum beauftragten Anwalts für die Ablehnung verliert man jegliches Vertrauen in unseren Rechtsstaat. Wenn das die neue deutsche Lebenswirklichkeit sein soll, können wir Art. 1 GG ersatzlos streichen.

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/120418-kontrovers-missbrauch102.html

Recht ist kein Geschenk des Himmels!

Auf Deutschlandradio Kultur gab es einen Beitrag von Katja Wilke zum Thema kirchliches Arbeitsrecht:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1723985/

Die alten Pfründe bleiben auch im einundzwanzigsten Jahrhundert unangetastet. Im Kirchenarbeitsrecht überlässt die Politik der Rechtsprechung die unangenehme Arbeit. Gerichte müssen sich regelmäßig an der misslichen Frage abarbeiten, welche Mitarbeiter der Kirchen nach den Zehn Geboten leben müssen und welche nicht.

Portrait von Katja Wilke

Katja Wilke (Bild: Privat)

Verwaltungsgericht Wiesbaden untersagt Demo gegen Tanzverbot

Gegen die bereits erteilte Genehmigung einer Demonstration der Grünen Jugend Hessen gegen das Tanzverbot an Karfeitag hat die Stadt Wiesbaden Beschwerde eingelegt. Dieser wurde vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof stattgegeben. Dazu die Vorsitzenden der GJH, Kaya Kinkel und Benjamin Weiß:“In Zukunft ist (…) nicht nur das Tanzen an Karfeitag verboten, sondern auch das Demonstrieren“.  Mehr dazu auf der Website der GJH:

http://www.gjh.de/frog/?p=1264:

 

Wiesbaden: Demo gegen Tanzverbot erlaubt

Auch in diesem Jahr wurden in Hessen wieder zahlreiche Demonstrationen gegen das Tanzverbot an Karfreitag angemeldet, u.a. von den Piraten in Gießen und Frankfurt sowie von der Grünen Jugend Hessen in Wiesbaden. Nun hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden entschieden, dass die Demonstration stattfinden darf – allerdings „nicht mit tänzerischen Darbietungen“. Die Entscheidung des Frankfurter Ordnungsamts steht noch aus. Mehr dazu in der Frankfurter Rundschau unter:

http://www.fr-online.de/frankfurt/ostern-demo-gegen-tanzverbot-erlaubt,1472798,14682350.html

Über die Aktionen rund um das Tanzverbot berichtet auch Spiegel Online:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,826054,00.html

Bericht zur Kirchenaustrittsaktion in der Tagesschau

Den Gründonnerstag nutzten wie schon im letzten Jahr zahlreiche Austrittswillige , um der Kirche öffentlich den Rücken zuzukehren. Über die gelungene Kirchenaustrittsaktion in Mainz berichtet die Tagesschau:
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts33230.html
(rechts auf „Aufruf zum Kirchenaustritt“ klicken, um den Beitrag direkt aufzurufen)

Kirchenaustrittsaktion zum Hasenfest 2012 in Mainz

Herzlichen Glückwunsch an alle, die sich heute freigehoppelt haben!