Foul mit Pfaffe oder die Hessenschau spielt falsch

Dass die hessenschau ein großes Herz für die Kirche hat, dürfte aufmerksamen Zuschauern nicht entgangen sein. Dass sie dabei auch gern mal beide Augen zudrückt, wenn es um die Grundregeln journalistischen Arbeitens geht, ist wohl ein notwendiger Kollateralschaden. So am letzten Sonntag im Januar bei dem Bericht über Hessens einzigen Stadionpfarrer  und seine Kapelle im Frankfurter Fußballstadion (Minute 12:07-15:14). Der ganze Beitrag suggeriert, dass der Verein Eintracht Frankfurt und die Kirche in Person des Stadionpfarrers superdicke sind. Dumm nur, dass die Eintracht sich ausdrücklich vom christlichen Treiben distanziert und dem Pfarrer während der Spiele die Seelsorge verbietet.

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Kreuz in der Schule

Mit der Aktion“ Das Kreuz auf dem Weg. Hofheim 2013″ versucht sich die Kirche wieder in den Mittelpunkt zu rücken und gerät dabei auf Abwege. Das Kreuz macht Station an Orten, an denen es nicht hingehört. Das die Philipp-Keim-Schule ein solcher Ort ist, gibt der Pfarrer Hans Genthe, Sprecher des evangelischen Dekanats Kronberg, dann auch unumwunden zu: „Es sei schließlich richtig, dass Schulen keine konfessionellen Einrichtungen seien.“
Der Beitrag in der FNP:
„Darf eine staatliche Schule im Rahmen einer Aktion auch mal ein Kreuz aufstellen? Ein Atheisten-Verein regt sich darüber auf.“

Bericht zur Kirchenaustrittsaktion in der Tagesschau

Den Gründonnerstag nutzten wie schon im letzten Jahr zahlreiche Austrittswillige , um der Kirche öffentlich den Rücken zuzukehren. Über die gelungene Kirchenaustrittsaktion in Mainz berichtet die Tagesschau:
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts33230.html
(rechts auf „Aufruf zum Kirchenaustritt“ klicken, um den Beitrag direkt aufzurufen)

Kirchenaustrittsaktion zum Hasenfest 2012 in Mainz

Herzlichen Glückwunsch an alle, die sich heute freigehoppelt haben!

In Deutschland fehlen Militärseelsorger

Ein Beitrag von Deutschlandradio Kultur zur Militärseelsorge:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1699321/

Und es zeigt sich, dass sich in den letzten 20 Jahren nichts beim Thema Militärseelsorge getan hat. Die Militärseelsorge wird weiterhin vom Staat bezahlt, d. h. aus allgemeinen Steuermitteln und damit auch von Konfessionslosen und Angehörigen anderer Religionen.

Die Kirche hat aber freihe Hand und kann den „lebenskundlichen Unterricht“ nach eigenem Interesse gestalten. Der Militärseelsorger zeigt sich natürlich immer großzügig: „Jeder Soldat kann sich an ihn wenden, auch wenn er nicht an Gott glaubt.“ Wie schön, es gibt auch keine Alternative. Die christlichen Großkirchen haben das Monopol. Die gesellschaftlichen Veränderungen in Bezug auf die Religionszugehörigkeit werden komplett ignoriert.

Auch bei der Bundeswehr ist die Trennung von Kirche und Staat oder die weltanschauliche Neutralität in der Praxis nicht ansatzweise zu finden.

Bericht in der Frankfurter Rundschau

In der Ausgabe vom 30.01.2012 der Frankfurter Rundschau ist ein Bericht zur Gründung des Landesverbandes Hessen des IBKA erschienen. Die Online-Version kann hier eingesehen werden. Im Text wurde auch der Gottlosenstammtisch erwähnt. Wir freuen uns schon auf die neuen Gesichter beim nächsten Termin.

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