Hasenfest 2015: Säkularer Osterspaziergang durch Frankfurt

Hasenfest2015

Tanzverbot an stillen Feiertagen: Ostern ist Schluss mit lustig.

Das hessische Feiertagsgesetz verbietet auch im Jahr 2015 von Gründonnerstagmorgen um 4 Uhr bis Samstagabend um Mitternacht durchgehend alle öffentlichen Veranstaltungen, die „nicht den diesen Feiertagen entsprechenden ernsten Charakter tragen“.

Der IBKA Hessen lud daher im Rahmen der bundesweiten Aktionen zum Hasenfest 2015 an diesem Karfreitag zu einem etwas anderen Osterspaziergang durch Frankfurt ein. Im Mittelpunkt standen Frankfurter Persönlichkeiten, die sich um kritisches Denken, Humanismus und Säkularismus verdient gemacht hatten. Knapp zehn Interessierte folgten dem Aufruf und begaben sich auf säkulare Spurensuche. Weiterlesen

Gelungene Hasenfest-Aktion in Frankfurt

„Ich lass Dich beten – lass Du mich tanzen“, unter diesem Motto fand in diesem Jahr die bundesweite Kirchenaustrittsaktion am Gründonnerstag statt. In Frankfurt hatte das Hasenfest-Bündnis, bestehend aus dem IBKA Landesverband Hessen, der GBS Rhein Main, den Laizistischen Sozis Hessen, der PARTEI und der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters, mit einem Info-Point an der Konstablerwache zum gemeinsamen Kirchenaustritt aufgerufen und unter anderem über die Feiertagsgesetzgebung und die Verwendung der Kirchensteuer informiert.  Weiterlesen

Hasenfest 2013

„„Mit etwa drei Jahren beginnen Kinder, an Fantasiewesen wie den Osterhasen
oder das Christkind zu glauben. (…) Wenn Kinder anfangen zu zweifeln, dann
sollte man kritische Fragen unterstützen, etwa solche wie: „Kann ein so
kleiner Hase denn wirklich so viele große Eier tragen?““ (aus www.ekd.de)

Viele Menschen glauben auch an Phantasiewesen, wenn sie älter als drei Jahre
sind wie zum Beispiel Gott. Wenn diese Menschen anfangen zu zweifeln, dann
sollte man kritische Fragen unterstützen, etwa solche wie: „“Wenn der Herr
gütig und allmächtig ist, warum hat er dann nicht den Zweiten Weltkrieg
verhindert?““ (Empfehlung Ihres Hasenfest-Teams).

Mehr als die Hälfte aller Frankfurter Bürger gehört bereits keiner der
beiden christlichen Kirchen mehr an. Wenn auch Sie Ihre Zweifel nicht mehr
unterdrücken können, treten Sie aus der Kirche aus. Am besten mit anderen
Zweiflern gemeinsam, am Gründonnerstag, den 28.03.2013. Wie’’s geht erfahren
Sie unter www.hasenfest.org

Verwaltungsgericht Wiesbaden untersagt Demo gegen Tanzverbot

Gegen die bereits erteilte Genehmigung einer Demonstration der Grünen Jugend Hessen gegen das Tanzverbot an Karfeitag hat die Stadt Wiesbaden Beschwerde eingelegt. Dieser wurde vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof stattgegeben. Dazu die Vorsitzenden der GJH, Kaya Kinkel und Benjamin Weiß:“In Zukunft ist (…) nicht nur das Tanzen an Karfeitag verboten, sondern auch das Demonstrieren“.  Mehr dazu auf der Website der GJH:

http://www.gjh.de/frog/?p=1264:

 

Wiesbaden: Demo gegen Tanzverbot erlaubt

Auch in diesem Jahr wurden in Hessen wieder zahlreiche Demonstrationen gegen das Tanzverbot an Karfreitag angemeldet, u.a. von den Piraten in Gießen und Frankfurt sowie von der Grünen Jugend Hessen in Wiesbaden. Nun hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden entschieden, dass die Demonstration stattfinden darf – allerdings „nicht mit tänzerischen Darbietungen“. Die Entscheidung des Frankfurter Ordnungsamts steht noch aus. Mehr dazu in der Frankfurter Rundschau unter:

http://www.fr-online.de/frankfurt/ostern-demo-gegen-tanzverbot-erlaubt,1472798,14682350.html

Über die Aktionen rund um das Tanzverbot berichtet auch Spiegel Online:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,826054,00.html

Demo: Tanzen gegen das Tanz-Verbot

Die Piratenpartei Gießen ruft zu einer Demo gegen das Tanzverbot an kirchlichen Feiertagen auf:

http://www.piraten-giessen.de/demo-gegen-das-tanzverbot

Hast Du Dich auch schon oft über geschlossene Diskotheken und nicht stattfindende Veranstaltungen am Karfreitag und anderen kirchlichen Feiertagen geärgert?

Aus diesem grund findet eine Demo gegen das Tanzverbot im Speziellen und für die Trennung von Statt und Kirche im Allgemeinen statt. Das Verbot ist nicht mehr zeitgemäß, denn es beschränkt die Rechte und diskriminiert die Freiheit von Andersgläubigen, Agnostikern und Atheisten an den besagten Feiertagen in anangemessener Weise.

Das Tanzverbot ist im hessischen Feiertagsgesetz festgeschrieben und besteht schon seit 1971. Es beinhaltet u.a. auch Verbote für Sportveranstaltungen und lustige Theaterstücke. Es bedarf also dringend einer Anpassung an das 21. Jahrhundert.

Bislang wurde das Gesetz in den mittelhessischen Städten, wie Gießen, Marburg und Wetzlar nicht oder nur mit wenig Nachdruck angewendet. Erst in den letzten Jahren drängt der Regierungspräsident strenger auf die Einhaltung, wer er Mittelhessen für ein christlich geprägtes Abendland hält und das Zeitalter der Aufklärung ausblendet.

Das bedeutet für Kneipen und Diskothekenbesitzer bei Nichteinhaltung ein Bußgeld von bis zu 50.000 € .

Wann: Karfreitag (6.4.2012), 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Wo: Kirchenplatz, Gießen